Jeder von uns kennt das…alles kommt auf einmal. Urplötzlich haben wir in sämtlichen Bereichen unseres Lebens Stress und Herausforderungen. Von allen Seiten wirst Du in geballter Ladung damit konfrontiert. Genau passend in solch einer Situation, höre ich den Satz in mir:“ Wenn es kommt, dann kommt es von allen Seiten.“ und….BINGO…es kommt dann auch von allen Seiten.

In der Partnerschaft gibt es Stress, am Arbeitsplatz wirst Du mit zusätzlichen Aufgaben und Zeitdruck konfrontiert… Auseinandersetzungen in der Familie und alles in Dir schreit: „WIESO ICH?“

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Warum lassen wir uns so viel gefallen und erheben nicht die Stimme für uns selbst? Selbstverständlich gerate auch ich immer wieder in diese Lage, aber anders als früher, sehe ich jetzt die Möglichkeiten und Hinweise, die ich dadurch erhalte. Mir wird immer bewusster, was ich ganz bestimmt nicht mehr will und wo ich mich noch an meine eigenen Verhaltens- und Glaubensmuster unbewusst binde.

Kurt Tepperwein hat in seinem Buch „Die Geistigen Gesetze“ geschrieben :

„Wer dauernd Unüberhörbares überhört und Unübersehbares übersieht, der darf sich nicht wundern, wenn ihm … Hören und Sehen vergehen.“

Jeder von uns hat bewusste, aber auch viele unbewusste Verhaltens- und Glaubensmuster, die in solchen Situationen aktiv werden. Wir nehmen nur 5% unseres Lebens bewusst wahr und 95% nimmt unser Unterbewusstsein wahr. Was für ein Speicher, sowohl positiv als auch negativ, den wir oft gar nicht sehen.

Diese Muster sind im Laufe unseres Lebens oft für uns zu einer persönlichen  Überzeugung geworden.

Werde Dir dieser Muster bewusst, woher kommen sie? Sind es wirklich Deine? Oder kommen sie von Deinen Ahnen, die ja ein ganz anderes Leben geführt haben, als Du es heute tust. Dieses sich bewusst machen ist der erste Schritt in Deine Stärke.

Ich möchte jetzt nicht, dass Du diese Glaubensmuster in Dir verurteilst, denn sie haben ihre Berechtigung, da sie Dich zu dem Menschen machten, der Du heute bist. Aber…sind sie noch zeitgemäß? Passen sie noch zu Dir, Deiner Lebensweise, Deiner Lebenseinstellung? Denke immer daran, dass unsere Ahnen ein ganz anderes Leben geführt haben, in dem es wichtig war, manchmal auch überlebenswichtig, diese Verhaltens- und Glaubensmuster zu leben. Wie leben unser Leben, in unserer Zeit und wir haben das große Glück, nicht das erleben zu müssen, was unsere Ahnen zum Teil erlebt haben. Dafür darfst Du sehr dankbar sein.

Ich möchte Dich hier und jetzt einladen in 3 Schritten aus Deiner Ohnmacht in Deine Ermächtigung zu kommen.

Mache Dir jetzt einfach einmal Gedanken, welche Wünsche und Träume Du in Deinem Leben hast, die sich aber aus irgendwelchen Gründen „noch“ nicht realisieren lassen.

Schritt 1. Bewusst werden

Nimm Dir bitte ein Blatt Papier und einen Stift, denn was Du schwarz auf weiß hast, das speicherst Du eher bewusst ab.Schreibe Dir jetzt einfach mal 3 Wünsche auf, die Du für Dich selbst verwirklichen möchtest und lasse zwischen den Zeilen 3 Reihen Platz, damit Du noch etwas nachtragen kannst. Ja, es ist egal, welche Wünsche und Träume Du hast.

Was möchtest Du für Dich persönlich erreichen?

Hast Du 3 Wünsche aufgeschrieben? Wunderbar.

Bitte lies Dir jetzt selbst bewusst Deinen ersten Wunsch vor und achte auf die Emotionen, die Du schon beim Lesen in Dir fühlst.

Wahrscheinlich wirst Du jetzt Sätze in Dir hören. Das sind Deine Glaubenssätze. Schreibe diese Sätze jetzt bitte unter Deinem Wunsch.

Ich gebe Dir mal ein Beispiel:

Was möchte ich für mich erreichen….

  1. Ich möchte gerne mein eigenes Unternehmen haben.

„Das wirst Du niemals erreichen.“

„Was glaubst Du denn, wer Du bist.“

„Bleib mal auf dem Boden der Tatsachen.“

Schritt 2. Überprüfen

Woher weißt Du, dass es Zeit wird sich von diesen Verhaltens- und Glaubensmustern zu lösen?

Dabei hilft Dir Deine wunderbare Fähigkeit…Deine Emotionen, Dein Gefühl. Lies Dir Deine Glaubenssätze jetzt auch bewusst durch. Was fühlst Du? Druck? Enge? Schwere? Angst?

Wie fühlt es sich jetzt an, wenn Du als Kind die Sätze gehört hast: „Erhebe nie die Stimme gegen jemanden, denn Du weißt nicht ob Du unrecht hast.“ oder „Worte können verletzen, drum sei lieber still.“ oder ganz klassisch war es bei mir „Wer hoch hinaus will, der fällt tief…mein Kind.“

Kennst Du solche Aussagen? Früher hast Du Dir keine großen Gedanken darüber gemacht, denn es war einfach so und Du bist gut klar gekommen…aber jetzt spürst Du, dass Dich genau diese Muster davon abhalten für Dich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen. Wie kann ich es dann aber wagen meinen Chef  nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, bei der ich einerseits spüre, dass sie mir zusteht…wenn dort dieser Satz ist: „Wer hoch hinaus will, der fällt tief?“ Ein „NO GO“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Schritt 3. Veränderung

Das ist der herausforderndste Schritt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist ein Glaubensmuster vom Text her umzuformulieren. Deswegen habe ich für mich herausgefunden, es ist stimmiger ein ganz neues Glaubensmuster aufzustellen. Ich persönlich finde, es ist einfacher, wenn man die neuen Glaubenssätze positiv formuliert und keine Negationswörter, wie „nicht“, „nie“, „keine“ etc. verwendet. Aber meine Wahrheit ist nicht Deine Wahrheit, deswegen finde einfach selbst heraus, was für Dich stimmig ist.

Wenn ich mich auf mein Beispiel beziehe würde es sich so lesen:

Was möchte ich für mich erreichen….

  1. Ich möchte gerne mein eigenes Unternehmen haben.

„Das wirst Du niemals erreichen.“

Neues Glaubensmuster: „Was ich mir vorstellen kann, das kann ich auch erreichen. Denn meine Gedanken erschaffen meine Wirklichkeit.“

„Was glaubst Du denn, wer Du bist.“

Neues Glaubensmuster: „Meine Persönlichkeit, meine Energie ist einmalig und wundervoll.“

„Bleib mal auf dem Boden der Tatsachen.“

Neues Glaubensmuster: „Wenn ich auf dem Boden bleibe, kann ich mich mit dieser Energie stärken, um dann noch oben hin zu wachsen…wie ein Baum.“

Und? Wie fühlt es sich jetzt für Dich an, wenn Du diese neuen Glaubenssätze liest? Besser, oder? Entwickele nach und nach Deine eigenen, neuen Glaubenssätze. Kleiner Tipp: Wenn Dein Verstand sagt: „So ein Quatsch, das stimmt nicht.“ Dann sag Deinem Verstand:“Viele der Glaubensmuster stammen aus einer Zeit, in der es ein Wunder war einen Fernseher zu besitzen. Heutzutage kann ich jeder Zeit an jedem Ort auf den verschiedensten Geräten ganze Kinofilme sehen. Noch Fragen?“

Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Kommentare, denn wie gesagt…

Meine Wahrheit ist nicht Deine Wahrheit und wir alle können nur von einander lernen, wenn uns das bewusst wird.

 

 

3 Kommentare
  1. Carly
    Carly sagte:

    Sehr schön und einfühlsam geschrieben!
    „Meine Persönlichkeit, meine Energie ist einmalig und wundervoll.“
    – Das ist sehr kraftvoll und trifft auf jeden einzelnen von uns zu.
    Wir müssen uns nur die Erlaubnis geben es zu leben.

    Antworten
    • Kirsten Stefen
      Kirsten Stefen sagte:

      Vielen Dank, liebe Carly. Ich freue mich ganz besonders über Deinen Besuch und vor allen Dingen über Deinen Kommentar. Ja, da sprichst Du mir auch aus der Seele „Wir müssen uns nur die Erlaubnis geben zu leben.“ Unser Leben leben und nicht das unserer Ahnen.

      Antworten
      • Carly
        Carly sagte:

        Genau so ist es.
        Und wenn wir uns einmal auf unserem Weg gemacht haben, macht das auch anderen Mut.
        Schön das auch du diesen Weg gehst.
        Deine Art zu schreiben wirkt sehr liebevoll. Das ist schön und selten.
        Schön dich über Facebook zu kennen
        Alles Liebe weiterhin

        Antworten

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