Kennst Du auch diese zwei Stimmen in Dir? Die eine sagt: „Mach das, Du kannst das. Du wirst erfolgreich sein.“ und die andere sagt:„Das schaffst Du niemals.“

Selbstverständlich gerate auch ich immer wieder in diese Lage, aber anders als früher, sehe ich jetzt die Möglichkeiten und Hinweise, die ich dadurch erhalte. Mir wird immer bewusster, wo ich mich noch an meine eigenen Verhaltens- und Glaubensmuster unbewusst binde. Jeder von uns hat  diese bewussten, aber auch viele unbewusste Muster, die in solchen Situationen aktiv werden.

Wie grotesk…wir glauben uns selbst nicht, wir glauben unserem Umfeld nicht, anderen Menschen, der Welt…aber unseren Glaubenssätzen vertrauen wir. Dabei ist es doch der Glaube von jemand anderen, einer anderen Person, den wir früher übernommen haben, weil wir als Kind gar nicht anders konnten, als den Erwachsenen zu glauben, denn die wissen ja alles. Aber das was der andere über mich sagt, ist immer eine Spiegelung von seiner Selbstwahrnehmung.

Werde Dir dieser Muster bewusst, woher kommen sie? Sind es wirklich Deine? Oder kommen sie von Deinen Ahnen, die ja ein ganz anderes Leben geführt haben, als Du es heute tust. Dieses „sich bewusst machen“ ist der erste Schritt in Deine Stärke.

Ich möchte jetzt nicht, dass Du diese Glaubensmuster in Dir verurteilst, denn sie haben ihre Berechtigung, da sie Dich zu dem Menschen gemacht haben, der Du heute bist.

Aber…ganz ehrlich. Sind sie noch zeitgemäß? Passen sie noch zu Dir, Deiner Lebensweise, Deiner Lebenseinstellung?

Denke immer daran, unsere Generationen vor uns haben ein ganz anderes Leben geführt, in dem es wichtig war, manchmal auch überlebenswichtig, diese Verhaltens- und Glaubensmuster zu leben.

Wir leben unser Leben, in unserer Zeit und wir haben das große Glück, nicht das erleben zu müssen, was die Generationen vor uns zum Teil erlebt haben. Dafür darfst Du sehr dankbar sein.

Ich möchte Dich hier und jetzt einladen in 3 Schritten aus Deiner Ohnmacht in Deine Ermächtigung zu kommen. Mache Dir jetzt einfach einmal Gedanken, welche Wünsche und Träume Du in Deinem Leben hast, die sich aber aus irgendwelchen Gründen „noch“ nicht realisieren lassen.

 
Schritt 1. Bewusst werden
Nimm Dir bitte ein Blatt Papier und einen Stift, denn was Du schwarz auf weiß hast, das speicherst Du eher bewusst ab. Schreibe Dir jetzt einfach mal 3 Wünsche auf, die Du für Dich selbst verwirklichen möchtest und lasse zwischen den Zeilen 3 Reihen Platz, damit Du noch etwas nachtragen kannst.

Ja, es ist egal, welche Wünsche und Träume Du hast.
Was möchtest Du für Dich persönlich erreichen?
Hast Du 3 Wünsche aufgeschrieben? Wunderbar.

Bitte lies Dir jetzt selbst bewusst Deinen ersten Wunsch vor und achte auf die Emotionen, die Du schon beim Lesen in Dir fühlst.
Wahrscheinlich wirst Du jetzt Sätze in Dir wahrnehmen, die sich nach Druck, Enge, Schwere anfühlen, wie zum Beispiel:“ Das werde ich niemals schaffen.“ „Das kann ich nicht.“Jetzt mal ehrlich, wer glaub ich denn, wer ich bin.“ etc.

Das sind Deine Glaubenssätze.

Schreibe diese Sätze jetzt bitte unter Deinem Wunsch.
Ich gebe Dir mal ein Beispiel:
Was möchte ich für mich erreichen….
Ich möchte gerne mein eigenes Unternehmen haben.
„Das wirst Du niemals erreichen.“
„Was glaubst Du denn, wer Du bist.“
„Bleib mal auf dem Boden der Tatsachen.“

 
Schritt 2. Überprüfung
Woher weißt Du, dass es Zeit wird sich von diesen Verhaltens- und Glaubensmustern zu lösen? Dabei hilft Dir Deine wunderbare Fähigkeit…Deine Gefühle. Lies Dir Deine Glaubenssätze jetzt auch bewusst durch. Was fühlst Du? Druck? Enge? Schwere? Angst?
Wie fühlt es sich jetzt an, wenn Du als Kind die Sätze gehört hast: „Erhebe nie die Stimme gegen jemanden, denn Du weißt nicht ob Du unrecht hast.“ oder „Worte können verletzen, drum sei lieber still.“ oder ganz klassisch war es bei mir „Wer hoch hinaus will, der fällt tief…mein Kind.“ Kennst Du solche Aussagen? Früher hast Du Dir keine großen Gedanken darüber gemacht, denn es war einfach so und Du bist gut klar gekommen…aber jetzt spürst Du, dass Dich genau diese Muster davon abhalten für Dich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen. Wie kann ich es dann aber wagen meinen Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, bei der ich einerseits spüre, dass sie mir zusteht…wenn dort dieser Satz ist: „Wer hoch hinaus will, der fällt tief?“ Ein „NO GO“ im wahrsten Sinne des Wortes.

 
Schritt 3. Veränderung
Das ist der herausforderndste Schritt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist ein Glaubensmuster vom Text her umzuformulieren. Deswegen habe ich für mich beschlossen, es ist stimmiger ein ganz neues Glaubensmuster aufzustellen. Ich persönlich finde es einfacher, wenn man die neuen Glaubenssätze positiv formuliert und keine Negationswörter, wie „nicht“, „nie“, „keine“ etc. verwendet.

 

Wenn ich mich auf mein Beispiel beziehe würde es sich so lesen:

Schritt 1

Was möchte ich für mich erreichen?
Ich möchte gerne mein eigenes Unternehmen haben.

Schritt 2  Das wirst Du niemals erreichen. Überprüfung
Schritt 3  Was ich mir vorstellen kann, das kann ich auch erreichen. Meine Gedanken erschaffen meine Wirklichkeit. Neues Glaubensmuster
Und? Wie fühlt es sich jetzt für Dich an, wenn Du diese neuen Glaubenssätze liest? Besser, oder? Entwickele nach und nach Deine eigenen, neuen Glaubenssätze.

 

Kleiner Tipp:

Wenn Dein Verstand jetzt sagt: „So ein Quatsch, das stimmt nicht. So funktioniert das niemals.“ Dann sag Deinem Verstand:“Vielen Dank für Deinen Hinweis, mein lieber Verstand. Aber diese Glaubensmuster stammen aus einer Zeit, in der es ein Wunder war einen Fernseher zu besitzen. Heutzutage kann ich jeder Zeit an jedem Ort auf den verschiedensten Geräten ganze Kinofilme sehen. Noch Fragen?“

Ich freue mich sehr über Deine Erfahrungen und Kommentare, denn wie gesagt…
Meine Wahrheit ist nicht Deine Wahrheit und Deine Wahrheit ist nicht meine Wahrheit. Sei bitte ganz achtsam, ob und wie Du mit meinen Worten in Resonanz gehst.

Wir alle können von einander lernen,

miteinander und aneinander wachsen.

3 Kommentare
  1. Bianca Kramon
    Bianca Kramon sagte:

    Hab lieben Dank Kirsten…
    Deine Arbeit ist immerzu ein Geschenk für mich.

    „Ich bin nicht liebenswert genug..“
    Ein Glaubensmuster was mich seit der Kindheit begleitet.
    Ich verinnerlichte es unbewusst in mir alleine.
    Als ich mich als kleines Kind, alleine versorgte…!
    Mir ist nicht bewusst mit Ausgesproche Glaubensmuster meiner Eltern zu lebe…
    Da ich mich nicht an Erziehung erinnere.
    Ausser an die, die ich mir selbst gab.

    Somit nicht liebenswert genug – um Schutz zubekommen.
    Nicht liebenswert genug – um nach mein Bedürfnissen zu schauen.
    Nicht liebenswert genug – um umarmt zu werden.
    Nicht liebenswert genug um bei mir zu bleiben.

    Hab lieben Dank liebe Kirsten.
    Das ich mit Dir und deiner Arbeit ein winzigen Blick zu meiner kleinen bekomme

    Antworten

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