In Dir gibt es 2 übergeordnete Emotionen: Liebe oder Angst. Alles was zwischen diesen beiden Emotionen liegt, wie Mitgefühl, Enttäuschung, Wut, Traurigkeit…sind Gefühle. Liebe hat die höchste Schwingung – Angst die niedrigste.

Wenn Du die Angst in Dir annimmst, achtsam fühlst, welche Grundformen der Angst in Dir sind, beginnst Du das zu beleuchten, was Du oftmals in die Dunkelheit verbannt hast und erkennst gleichzeitig die Stärken, die Du dadurch entwickelt hast.
Der Tiefenpsychologe Fritz Riemann, hat in seinen Studien 4 Grundformen der Angst herausgefunden und damit auch 4 Persönlichkeitsformen, die sowohl Schwächen als auch Stärken in sich tragen.

01. Schizoider Typ

Angst vor Selbsthingabe – Verlust des Ich-Seins und das Gefühl von Abhängigkeit =

Es fehlt demjenigen an: Selbstwertgefühl, für sich selbst Stellung beziehen, NEIN sagen, Grenzen setzen.

Dadurch entwickelt sich folgende Stärke: früh selbstständig geworden, sehr gefühlvoll, Unabhängigkeit erlernt

02.Depressiver Typ

Angst vor Selbstwerdung – Verlust von Geborgenheit und Angst vor Isolation

Es fehlt demjenigen an: Selbstvertrauen, Eigenliebe, Gleichgewicht zwischen der männlichen und weiblichen Energie

Dadurch entwickelt sich folgende Stärke: Empathie für andere, Streben nach Harmonie, sich mit sich selbst beschäftigen können.

03. Zwanghafter Typ

Angst vor Wandlung – Verlust von Sicherheit und Angst die Kontrolle zu verlieren

Es fehlt demjenigen an: Stabilität, leben in der Gegenwart, Achtsamkeit, ausleben von unterdrückten Gefühlen

Dadurch entwickelt sich folgende Stärke: Zuverlässigkeit, Struktur und Ordnung, Sicherheit schaffen.

04. Hysterischer Typ

Angst vor Notwendigkeit – Verlust von Freiheit – Angst vor dem Endgültigen (Katastrophendenken)

Es fehlt an: Gelassenheit, Geduld, Vertrauen, Ruhe.

Dadurch entwickelt sich folgende Stärke: abenteuerlustig, sehr authentisch, begeisterungsfähig, Feuer und Flamme für Neues.

Als ich mich in meiner Ausbildung intensiv mit dieser Studie beschäftigt habe, war ich wirklich erstaunt und begann sofort mich selbst und auch meine Familienmitglieder nach diesen Typen zu analysieren…und es passte zu 100%.

In welchem AngstTyp findest Du Dich wieder? Du kannst auch Anteile von mehreren Typen haben. Das wichtigste und wertvollste, schau Dir mal ganz genau die Stärken an, die Du durch Deinen Angst-Typ entwickelnd durftest. Wenn Du Dich in den Stärken absolut nicht wiederfindet, würde ich mich sehr über einen Kommentar hier freuen. Natürlich freue ich mich auch über jeden anderen Kommentar zu meinem Beitrag.

Ich bin übrigens eine Mischung aus: Angst-Typ 1 und Angst-Typ 2 und finde mich da auch voll und ganz in den sich entwickelten Stärken wieder.

Diese AngstTypen finden ihren Ursprung in dem rein fühlenden Teil in Dir, Deinem Inneren Kind… logisch, da Angst eine Ur-Emotion ist. Aber jetzt erkennst Du vielleicht bewusster, welche Stärken Du in Dir und damit in Deinem Inneren Kind trägst.

 

2 Kommentare
  1. Katharina
    Katharina sagte:

    Liebe kirsten,
    Ich habe mich vor ein paar Jahren während meiner Ausbildung mit diesem buch beschäftigt und auch schon da traten viele Fragezeichen auf… Einerseits hilft es mir zu verstehen und anderer seits löst es auch Unsicherheit und angst aus.
    Ich finde mich in allen Typen total wieder. Aber die daraus entwickelten Ressourcen…naja, wenn ich das lese und mich an unterschiedliche lebensphasen erinnere, waren sie alle mal zu unterschiedlichen Zeiten vorhanden. Aber vieles habe ich mich nicht getraut auszuleben…. ist das jetzt richtig, ok, wie wirkt das auf die anderen. Usw….
    Es ist verschüttet. So fühlt es sich an…
    Vor 4 Jahren ungefähr konnte ich dann gar nichts mehr… gefühlter baby zustand. Mich wörtlich ausdrücken, Nahrungsmittel verdauen, ohne Panik vor die Tür gehen etc….
    Mir geht’s inzwischen wieder viel besser. Ich bin ein wenig vom kopf weg hin zum Gefühl gekommen….
    Aber wenn ich das jetzt lese werde ich so wahnsinnig traurig…
    Ich hoffe, mein Kommentar ist nicht unangebracht…
    Danke für dein daraufstoßen! Auf die Stärken gucken….

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    • Stefanie Lüthje (SCHULZ)
      Stefanie Lüthje (SCHULZ) sagte:

      Liebe Kirsten,
      diesen Artikel hab ich an verschiedenen Tagen gelesen und kann jetzt sagen, dass ich mich in Typ 2 wieder finde.Mit Sicherheit fehlt mir die Eigenliebe. Wie von Typ 2 beschrieben, Verlust von Geborgenheit und Angst vor Isolation…kann ich eher sagen, dass die Geborgenheit nicht verloren gegangen ist, sondern ich mich nicht daran erinnern kann, sie jemals erlebt zu haben. Geborgenheit geben, mit Sicherheit hab und gebe ich die auch heute noch jedem einzelnen Kind von mir…aber Geborgenheit ist das was mir fehlt…

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