Kennst Du das? Immer wieder hörst Du:“Verbinde, arbeite mit Deinem Inneren Kind.“

Aber Du bekommst irgendwie keinen Zugang? Warum ist das so?

Das erlebe ich immer wieder bei meinen Klienten, die versucht haben Verbindung mit ihrem Inneren Kind aufzunehmen, aber sich entweder dabei selbst betrogen und so unter Druck gesetzt haben…oder einfach nicht fühlen konnten.

Als Therapeutin für SelbstEntfaltung habe ich mich, durch verschiedene Fachausbildungen auf die Intensivarbeit mit dem Inneren Kind spezialisiert. Meine Gabe, die Inneren Kinder zu sehen, zu spüren, zu hören erleichtert mir oft den Zugang zu diesem wundervollen Teil in uns.

Eines ist mir immer wieder bei meinen Klienten aufgefallen, dass auch das Innere Kind sich nicht unter Druck, oder zwingen lässt sich zu „zeigen“.

Ebenso wie ein reales Kind braucht es einen geschützten Raum, in dem es sich entfalten darf, in dem es Vertrauen und vor allen Dingen Geborgenheit spürt…und nicht „muss“ weil grade sein Erwachsenes Ich das will.

Es ist auch ganz logisch, denn der rein fühlende Teil in uns, dieses Innere Kind macht sich immer mal wieder bemerkbar, durch kindliche Impulse, die wir erhalten, dann aber wieder zur Seite schieben, weil es grade unpassend, oder eben auch in unseren Augen kindisch ist.

Jetzt, wo der Erwachsene sich darauf besinnt, wie wichtig und wertvoll dieses Innere Kind in ihm ist, da soll es auf einmal „erscheinen“? Dafür ist es dann gut genug?

Oftmals höre ich dann das Innere Kind von meinem Klienten sagen: „Sie wollte mich ja die ganze Zeit nicht wahrnehmen. Jetzt habe ich auch keine Lust mehr. Sie soll mir erstmal beweisen, dass sie es wert ist und es wirklich ernst meint. Ich vertraue ihr nicht.“

Deswegen ist meine oberste Priorität, wenn ich mit meinem Klienten arbeite, auf die Bedürfnisse des Inneren Kindes einzugehen und dem Erwachsenen, das mitteile, was die Kleine/der Kleine sich grade wünscht.

Manchmal sind es nur die richtigen, nährenden Sätze, auf die das Innere Kind schon so lange sehnsüchtig wartet, die es ein bisschen mehr öffnen.

Den häufigsten Satz, den ich von meinen Klienten im Vorgespräch höre ist:“Kirsten, das hört sich alles super gut an und ich gehe da auch total mit in Resonanz, aber ich trau mich nicht…ich habe Angst. Wer weiß was da zum Vorschein kommt.“

Kennt ihr solche Gedanken von euch und vor allen Dingen die Gefühle, die diese mit sich tragen?

Was glaubst Du was passiert, wenn Du Dich ganz bewusst mit Dir selbst beschäftigst? Wenn Du Deinen Schmerz siehst? Die Angst ist deshalb da, weil Du noch nicht gelernt hast Dir Deines eigenen Strahlens bewusst zu werden, denn damit hast Du nicht nur die Möglichkeit Licht in Deine Schatten zu bringen, sondern in dem Moment, in dem Du Dich bewusst Deinem Schmerz stellst, wird die Angst weniger…denn dadurch bist DU in der Ermächtigung – und nicht mehr in dem Ohnmachtsgefühl der Handlungsunfähigkeit.

Der Teil, der in Dir in diesem Schmerz gefangen ist, Dein Inneres Kind, weiß nicht wie es ohne Dich aus diesem Schmerz heraus kommen kann, weiß nicht, dass das was es erlebt hat, unter Umständen, gar nicht so schlimm ist, wenn man einen starken, handlungsfähigen Erwachsenen an seiner Seite hat, weiß nicht dass es Lösungen, Möglichkeiten gibt….Das Innere Kind FÜHLT nur und deswegen hast Du in Dir das Gefühl, dass was da hochkommt ist so furchtbar schrecklich.

Übrigens in 99,9% ihrer SelbstEntfaltung, wenn es um die Themen des Inneren Kindes geht sagen meine Klienten im Nachhinein:“Ich hätte niemals für möglich gehalten, dass es so einfach sein kann.“

 

 

3 Kommentare
  1. Kathrin
    Kathrin sagte:

    Danke liebe Kirsten….ja meine Kleine wagt sich auch immer mehr ans Licht….schön und doch auch sehr schmerzhaft.

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    • Kirsten Stefen
      Kirsten Stefen sagte:

      Hallo Du Liebe, wie wundervoll, dass Dir Deine Kleine mehr und mehr vertraut und sich zeigt. Dadurch zeigt sie Dir, dass sie die Kraft, die Stärke in Deiner handlungsfähigen Erwachsenen erkennt.

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  2. Mary
    Mary sagte:

    Ja, ich glaube auch, dass die Angst das große Problem ist. Ich traue mich auch noch nicht so richtig. Mein Spruch dazu ist dann immer: Es tut noch nicht weh genug! Ich werde den Schritt wagen und mich bei dir melden! ❤️

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