Hallo Du da,

weißt Du wer ich bin? Nee? Du hast keine Ahnung? Ich geb Dir mal ein paar Hinweise. Wenn Du glücklich bist, dann bin ich das. Wenn Du albern bist, dann bin ich das. Wenn Du diese Ausgelassenheit in Dir fühlst, dann bin ich das. Ich bin all die Gefühle in Dir, Deine Lebendigkeit, Deine Leichtigkeit, Deine Lebensfreude, Deine Kreativität, all die Liebe, die Du oft in Dir spürst….das alles bin ich. Ich Dein Inneres Kind. 

 

 

Ich bin der rein fühlende Teil in Dir und ich fühle eine gaaaaaanze Menge, wie Du ja oben schon selbst gelesen hast. Aber ich trage auch ganz viele nicht so schöne Gefühle in mir, wie Traurigkeit, Enttäuschung, Wut und vor allem auch Angst. Erinnerst Du Dich daran, als wir etwas zusammen erlebt haben, was uns ganz traurig gemacht hat? Oder wo wir solche Angst hatten? Oder wo wir soooooo wütend waren?

 

 

Weißt Du, ich brauche Dich, Dich den Inneren Erwachsenen, oder wie ich Dich zärtlich nenne, meine Innere Mama, oder meinen Inneren Papa…ich brauche Deine Annahme, dass ich da bin, ich brauche Zeit und Raum in Deinem Leben, ich brauche Dich, damit Du mir meine Bedürfnisse erfüllst, das kann ich ja nicht alleine. Ich bin ja das Kind….aber vor allem brauche ich Deine emotionale Sicherheit.

Kannst Du Dich daran erinnern, was wir uns als Kind so gewünscht haben? Nein, nicht die Puppe, oder das Auto…ich meine welche Gefühle wir uns so sehr gewünscht haben? Wenn wir hingefallen sind und das Knie ganz dolle geblutet hat, da liefen uns doch die Tränchen, weißt Du noch? Aber wir brauchten nicht sofort das Pflaster und so´n Desinfektionsgedöns…nein was wir, Du und ich wirklich gebraucht haben , war es in den Arm genommen, getröstet und gestreichelt zu werden…und liebe Worte so ein HerzGeflüster wie:„Mein kleiner Schatz. Ich sorge für Dich und ich tröste Dich. Weine ruhig, das tut bestimmt weh. Ich bin da und halte Dich in meinen Armen.“

 

 

Ich möchte auch nicht in Dein, manchmal schon wirklich komisches Erwachsenengedöns, wie Partnerschaft, Beruf, Geld mit einbezogen werden, ich kann doch gar nix damit anfangen und hab gar nicht das Wissen, klar ich bin ja auch Dein Gefühl. Aber manchmal, da hab ich nur so die Möglichkeit, dass Du mich siehst, oder manchmal schubst Du Mich auch nach vorne, weil Du keine Entscheidungen treffen willst…aber ich kann das nicht und ich brauch das auch nicht machen…ich bin doch das Kind. Du bist doch für mich verantwortlich, Du bist doch die Große, oder der Große…ich bin das Kind. 

 

 

Übrigens, wenn ich mit meinen ganzen schlimmen Gefühle allein gelassen werde, habe ich auch keine Lust meine Lebensfreude in Dein Leben zu entfalten…wie der Schmetterling seine Flügel. Nö, das sehe ich gar nicht ein. Ich will dieses Gefühl von Angst, Wut, Traurigkeit endlich loslassen dürfen. Dafür brauche ich aber Dich, denn Du hast die Kraft und Stärke, hast schon sooooo viel erreicht…ich brauche Dich an meiner Seite, brauche Deine Hilfe, dann bin ich nicht alleine und kann Dir zeigen, was in mir so alles brodelt.

 

Weißt Du ganz viele Gefühle konnte, wollte oder durfte ich ja nicht fühlen…erinnere Dich was wir alles gemacht haben, weil wir gemerkt haben wie es Mama und Papa wirklich ging. Die haben zwar so getan, als ob alles toll ist, aber wir haben doch gefühlt, dass es gar nicht so war und wir haben versucht die beiden zu entlasten, sie am Leben zu halten…denn wer kümmert sich um uns, wenn sie nicht mehr da sind. Dass es Mama und Papa gut geht war doch lebenswichtig für uns. 

 

 

Erinnerst Du Dich als wir klein waren und wir mussten alles machen, durften nicht Nein sagen, oder versuchen unseren Willen durchzusetzen? Früh schlafen gehen, nicht zu lange im Schwimmbad im Wasser bleiben, den tollen Film nicht zu Ende gucken, weil es zu spät war? Manno, die Erwachsenen dürfen alles, können sich alles kaufen, dürfen so lange aufbleiben, wie sie wollen und müssen nix, wenn sie nicht wollen….so wollten wir auch sein…machen und tun was wir wollen…oder wie die Pippi Langstrumpf sagt: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!“ 

 

 

Jetzt sind wir groß und wir können alles machen, außer wenn wir anderen damit schaden, ist ja klar…und jetzt kommen diese ollen Glaubensmuster, die wir damals von Mama oder Papa, Oma, Opa oder so bekommen haben…“Das schaffst Du nicht. Wer glaubst Du denn wer Du bist. Man muss hart arbeiten im Leben. Vertrau niemanden nur Dir selbst. Das kannst Du nicht.“

Das stimmt doch gar nicht. Das war deren Glauben, aber das ist doch nicht unser. Die wussten doch gar nicht, was in uns steckt.

 

 

Für mich war damals klar, ich werde später Prinzessin und anderen Kindern war auch kein Berg zu hoch und keine Phantasie zu blöd…wir haben das gefühlt, bevor die Erwachsenen mit ihrem Verstand uns alles ausgeredet haben.

 

Aber ich weiß, dass Du alles erreichen kannst, meine geliebte Innere Mama, mein geliebter Innerer Papa. Du bist ganz ganz toll und weißt Du auch, woher ich das weiß, weil ich ganz ganz toll bin. Ich bin so ein tolles Kind in Dir und ich will das endlich alles in Dein Leben entfalten, damit es uns beiden richtig, richtig gut geht.

Deswegen, meine liebe Innere Mama, mein lieber Innerer Papa…brauche ich Dich.

 

Ich liebe Dich und Du bist der wichtigste und wertvollste Mensch in meinem Leben. Ich bin Du und Du bist Ich…wir gehören zusammen..für immer.

 

Dein Inneres Kind

 

 

 

„Du musst Dich einfach nur selbst lieben, dann wird alles gut.“Kennst Du diesen Satz? Hängt er Dir auch zum Hals raus?

Oder die Tipps und Ratschläge wie:“ Setz Dich jeden Tag einmal vor den Spiegel und sage Dir „Ich bin ein wertvoller Mensch.“

In meiner Tätigkeit als Therapeutin für SelbstEntfaltung habe ich tagtäglich mit Klienten zu tun, die genau diese Erfahrungen gemacht haben.

„Wenn ich wüsste wie das geht, mich selbst zu lieben, würd ich es ja tun. Aber WIE?“

Warum wirken positive Affirmationen oftmals nicht?

Weil der Verstand seit Jahren ein Glaubensmuster in sich trägt, welches absolut konträr zu dem ist, was derjenige sich selbst immer wieder sagen soll.

Wenn ich zum Beispiel das Glaubensmuster „Ich bin nichts wert“ in mir trage, dann ist es in dem Moment wie ein Selbstbetrug in den Spiegel zu gucken und zu mir selbst zu sagen „Ich bin wertvoll.“ – dieser Betrug ist sogar spürbar, denn nur wenn unser Herz in eine positive Resonanz geht, folge ich meinem Weg und erkenne meine Wahrheit.

 

 

Deswegen versuche ich in solchen Situationen meinen Klienten spürbar zu zeigen, dass sie ihre Wahrheit spüren können.

Ich gebe meinen Klienten einen pinkfarbenen Kulli in die Hand, bitte ihn sich diesen eine Zeit lang ganz genau anzusehen, vor allen Dingen die Farbe.

Dann sage ich, er/sie möge jetzt den Kulli mit einer Hand festhalten, die andere Hand auf seinen Bauch legen, ganz bewusst spüren, um dann langsam und deutlich folgenden Satz zu sagen:“Dieser Kulli ist Grün.“

In 99,9% der Fälle sagen die Klienten, dass sie in dem Moment im Bereich Magen einen Stich, ein zusammen ziehendes, unangenehmes Gefühl hatten, wie wenn sie als Kind beim Lügen erwischt worden sind.

Deswegen erarbeite ich zuerst die eigenen Glaubensmuster und wir überprüfen:

1.Gefühl

2.Ursprung

3.Wahrheit

Dabei stellt sich dann heraus, dass es ein übernommenes Muster einer Person aus Familie, näheren Bekanntenkreis war, die der Klient selbst als oftmals unglücklich, überlastet, aufopfernd wahr genommen hat.

Grade unsere Ahnen haben, im Gegensatz zu unser Generation heute, ein oftmals schweres, belastetes Leben gelebt, mit einer völlig anderen Philosophie.

Nachdem wir überprüft haben, ob die übernommenen Muster für den Klienten förderlich, weiter entwickelnd und zeitgemäß sind, erarbeiten wir zusammen neue Glaubensmuster, die unterstützen, wertschätzend und positiv richtungsweisend sind.

Innerhalb dieses Prozesses entwickelt sich eine wachsende Verbindung zu dem rein fühlenden Teil, zum Inneren Kind.

Denn bedingt durch unsere eigene Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen findet sich hier der Ursprung all unserer Gefühle, Verhaltens- und Glaubensmuster, welche uns immer wieder in Situationen oder zu Menschen führen, die uns belasten, traurig machen, weh tun und, oder stagnieren lassen.

Warum ist das so?

Weil alles das, was Dir im Außen begegnet, ob Du willst oder nicht, IMMER eine Bestätigung von Deinem Inneren ist, wie Du Dich selbst behandelst, wie Du über Dich selbst denkst, wie Du Dir selbst begegnest.

Ob Du willst, oder nicht!